Historie Frauenfußball im TuS Appen von 1973 -2012
Im Herbst 1973 gründete Walter Rinne gegen die Meinung mancher Skeptiker eine Frauenfußballmannschaft im TuS Appen.

Nachdem die Frauen im ersten Jahr ohne Wertung an Punktspielen teilgenommen hatten, zeigten sie in der Zeit danach ihr ganzes Können und steigen bereits drei Jahre nach der Gründung in der Saison 76/77 in die Damen-Leistungsklasse auf. 

Unter der Leitung von Horst Bremer steigt die Mannschaft in der Saison 78/79 aus der Damen-Leistungsklasse ab, schafft aber in der Saison 79/80 den sofortigen Wiederaufstieg.  

In der Saison 80/81 muss die Mannschaft abermals aus der Leistungsklasse (wurde in Verbandsliga umbenannt) absteigen.
Sechs Jahre später in der Saison 87/88 gelingt erneut der Aufstieg in die Verbandsliga.
Trainer zu diesem Zeitpunkt ist Gerhard von Drathen, geborener Pingel. 

In der Saison 91/92 schafft die Mannschaft unter der Leitung von Wolfgang Eckardt und Co-Trainer Gerhard von Drathen, geb. Pingel, den Einzug in das Hamburger Pokalfinale, den bis dato größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. In einem begeisternden Spiel unterliegen die Mädels dem Oberligisten FTSV Lorbeer mit 2:4.

Durch sehr viel Eigenengagement spielten sich die Frauen 1993 sogar bis hinauf in die Regionalliga. 

Die Saison 92/93 wurde in der Verbandsliga als Vizemeister abgeschlossen. Als Vizemeister nehmen die Mädels an der Aufstiegsrunde zur Oberliga teil und schaffen tatsächlich den sensationellen Aufstieg in die Oberliga Nord.

Noch in der laufenden, nicht sehr erfolgreichen Saison 93/94 übernimmt Jens Rabe das Traineramt von Wolfgang Eckardt und leitet gleichzeitig durch sein sehr großes Engagement die erfolgreichsten Jahre der Abteilung Frauenfußball im TuS Appen ein. 

Sportlich in der Saison 93/94 abgestiegen, profitierte die Mannschaft vom Rückzug des SC Poppenbüttel und der FTSV Lorbeer aus der Oberliga und konnte auch in der Saison 94/95 in der Oberliga an den Start gehen. Verstärkt durch namhafte Neuverpflichtungen sicherte sich die Mannschaft mittlerweile unter dem neu verpflichteten Trainer Ulrich Rubach und Co-Trainer Jens Rabe mit einem guten achten Tabellenplatz den Verbleib in der Oberliga, die dann in Frauen-Regionalliga umbenannt wurde.

Im März 1996 titelt die Presse „Halb Appen“ unterlag mit 0:2, meinte damit die Niederlage der Hamburger Frauen-Fußballauswahl im Viertelfinale des DFB-Länderpokals gegen die Cupverteidiger aus Hessen. Mit Birte Schulz, Tanja Wunder, Nicole Huwald, Marcia Mercant sowie Alexandra Siedschlag standen gleich fünf Spielerinnen vom TuS Appen im Kader. Wegen Verletzung fehlten die ebenfalls zum Kader gehörenden Bettina Kröger und Sabine Grelck. 

Nach der Saison 95/96 geht diese erfolgreiche Ära der Frauenmannschaft aber zu Ende. Nachdem zwischen dem Team und dem Vorstand des TuS Appen unüberwindbare Differenzen aufgetreten waren, wurde die Mannschaft nicht mehr zum Spielbetrieb in der Regionalliga gemeldet. Die Mannschaft löste sich daraufhin komplett auf.
Den Platz in der Verbandsliga, in die der TuS Appen zurückgestuft wurde, nimmt die zweite Mannschaft des TuS Appen ein.

Mit Bettina Kröger wurde 1995 erstmals in der Vereingeschichte eine Spielerin zu einem Training der U20-Nationalmannschaft eingeladen. Im Juli 1995 feierte Bettina dann ihr Debüt im Nationalteam. Bundestrainerin Tina Theune-Meyer schickte sie im Spiel gegen Dänemark (Endstand 1:1) nach dem Seitenwechsel auf das Feld.
Leider konnte sich Bettina im U20-Nationalteam nicht durchsetzen – trotzdem eine beachtliche Leistung.

Unvergessen bleiben auch die jährlichen internationalen Pfingstturniere unserer Frauen. Über Jahre hinweg kamen Mannschaften aus Dänemark, Schweden, England und Holland nach Appen.
Diese internationalen Turniere haben Appen auch in kleinen Teilen Europas zu einem Begriff gemacht.

 

Nach dem Rückzug aus der Regionalliga 1996 spielten die Frauen des TuS Appen elf Jahre in der Landes- und zwischenzeitlich ein Jahr in der Bezirksliga, ehe in der Saison 2007/2008 unter der Leitung von Trainer Jürgen Krüger und Betreuerin Birgit Vollmer der Aufstieg in die Verbandsliga gelingt.

Bemerkenswert ist, dass in der Verbandsligasaison 2008/2009 aus der Erfolgsmannschaft der Regionalliga-Ära mit Sylvia Köhler, geb. Voß, Svenja Toczek, Janina Hübner und Manuela Rittscher vier Spielerinnen noch immer ihre Fußballschuhe für den TuS Appen schnüren und beachtlichen Anteil am Aufstieg der Mannschaft in die Verbandsliga hatten.

Leider musste die Mannschaft nach nur einem Jahr Verbandsliga wieder absteigen. Jürgen Krüger tritt nach 5 Jahren von seinem Traineramt zurück und übergibt das Zepter an Peter Eberhardt.

In der Saison 2009/2010 spielen die Frauen mit ihrem neuen Trainer Peter Eberhardt wieder in der Landesliga. Die Mannschaft spielt, nachdem einige Leistungsträgerinnen der Vorsaison den Verein verlassen haben, die gesamte Saison gegen den Abstieg. Am Ende der Saison reicht der 10. Tabellenplatz zum Klassenerhalt.

Die Saison 2010/2011 sollte nicht so glücklich enden. Wieder spielte die Mannschaft die gesamte Saison gegen den Abstieg. Bis kurz vor Saisonende hatten die Mädels um Trainer Peter Eberhardt die Möglichkeit den Abstieg in die Bezirksliga zu vermeiden. Eine Niederlage im entscheidenen Spiel gegen den Abstiegskonkurenten Holsatia im EMTV besiegelte dann aber den bitteren Abstieg. Peter Eberhardt tritt nach 2 Jahren von seinem Traineramt zurück.   

Sascha Liebenow übenimmt das Traineramt in der Saison 2011 / 2012  Nach anfänglichen Problemen spielt die Mannschaft eine starke Rückrunde  in der Bezirksliga und schafft locker den Klassenerhalt

 In der Saison 2012 / 2013 verpasst die Mannschaft von Trainer Sascha Liebenow als Tabellenzweiter der Bezirksliga den Aufstieg in die Landesliga.

Auch in der Saison 2013 / 2014 trainiert Sascha Liebenow die Frauen mit dem Ziel den Aufstieg in die Landesliga zu realisieren. Die Mannschaft kann 11 Neuzugänge vermelden!

 

Bisherige namentlich bekannte Trainerinnen und Trainer der Frauenmannschaften des TuS Appen seit 1973:

Walter Rinne, Horst Bremer, Friedhelm Wollschläger, Gerhard von Drathen (geb. Pingel), Klaus-Dieter Wolf, Wolfgang Eckardt, Jens Rabe, Ulrich Rubach, Brigitte Bruchhaus, Dieter Fankhänel, Heike Ramcke, geb. Koopmann und Karen Otto, Thomas Kakoschky, Peter Müller, Jürgen Krüger, Peter Eberhardt, Sascha Liebenow