Die Tennisabteilung

17. Nov 2015
 
40 Jahre Tennisabteilung
 

                    vom Bauwagen                                                                        zum Blockhaus                                            

               
 
 
von einem Hartplatz                       zu einer der schönsten Tennisanlage im Kreis Pinneberg
            
                                             
                     
 Es begann am 17. November 1975
 
Anfang November 1975 stand eine kleine Notiz im Pinneberger Tageblatt, dass der TuS einlädt, um eine Tennisabteilung zu gründen. Am 17. November 1975 trafen sich 64 interessierte Bürger in Krögers Gasthof, um dem wegen des großen Andrangs völlig überraschten TuS Vorsitzenden Max Ginsberg ihre Bereitschaft zur Gründung der Abteilung zu geben. Auf die Frage, wie er sich die Organisation und die Abläufe vorstellt, lautete seine Aussage, er habe schon einen Abteilungsleiter.  Er  erinnerte sich wohl an mein Schreiben vor zwei Jahren und nannte meinen Namen, und so kam, was vorhersehbar war, ich wurde zum 1. Abteilungsleiter der Tennisabteilung gewählt.  Stellvertreter wurde Karl Teckentrup aus Unterglinde und Schriftführerin Monika Kolberg aus Appen.
 
Von den anwesenden Gründungsmitgliedern sind heute noch Jürgen Behn, Jürgen Böttger, Inge und Reimer Eck, Brigitte und Hermann Förster, Gilda und Adolf Schultz sowie Monika Twisselmann (Kolberg) in der Abteilung.
 
Als Spielstätte stand nur der Hartplatz, das heutige Kleinspielfeld zur Verfügung. Die Mitgliederzahl der Abteilung war auf 80 Personen begrenzt.  Das führte zu viel Verdruss, denn die Nachfrage zum Tennisspielen war sehr groß. Die Warteliste nahm erstaunliche Zahlen an.  Endlich im September 1979 konnten zwei weitere Hartplätze eröffnet werden.  Die Schlüsselübergabe erfolgte durch Bürgermeister Brand in Anwesenheit der Damen und Herren Gemeindevertreter sowie zahlreichen Mitgliedern.  Die Mitgliederzahl stieg auf 180, und die Warteliste wurde wieder aufgenommen.  Mit den jetzt drei Plätzen konnten wir die Voraussetzung schaffen, um an den Medenspielen teilzunehmen.  Schon 1982 spielte unsere 1. Herren-Mannschaft nach zwei Aufstiegen in der Kreisliga.  Außerdem war eine 2. Herren- und eine Knaben-Mannschaft gemeldet.  Die Damen-Mannschaft spielte ebenfalls in der Kreisliga.  Auf Wunsch der Gemeinde und der Anlieger, die auch am Leben der Tennis-Abteilung teilhaben wollten, wurde von den Mitgliedern der Grünstreifen zwischen den Plätzen und den anliegenden Grundstücken gärtnerisch gestaltet.  Außerdem wurde durch sehr viel Arbeit der Mitglieder eine tiefgelegte Sitzgruppe angelegt.  Die Anleger hatten einen Sinneswandel und beschwerten sich nun über die Lärmbelästigung.  Daraufhin wurde von der Gemeinde die Errichtung eine Lärmschutzwalles angeordnet, über den ich sehr erbost war und mein Amt zur Verfügung stellte.  Der stellvertretende Vorsitzende Peter Lengwenus führte die Abteilung kommissarisch bis zur Hauptversammlung.  Im März 1983 wird Peter Lengwenus zum Abteilungs-leiter Tennis gewählt.  2. Vorsitzender wird Hermann Förster, Sportwart ist Egon Kaland, Schriftführer Marion Martens, Jugendwart Georg Hölk.  Da Peter Lengwenus schon früh erklärte, nicht länger als ein Jahr den Vorsitz der Abteilung zu übernehmen, wurde im Frühjahr 1984 Jochen Wittern zum ersten Vorsitzenden gewählt. Der übrige Vorstand blieb unverändert.  In den TuS Themen 1984-88 schreibt Wittern begeistert über die Vielzahl von Medenmannschaften und durchgeführten Meisterschaften.  Die höchstmögliche Meldeanzahl von 7 Mannschaften wurde erreicht. 
 
In der Vorstandszeit von Jochen Wittern lief der Prozess wegen Lärmbelästigung und der gerichtlich verfügte Beschluss der Spielzeiteinschränkung.  Von der Gemeinde wurde das heutige Tennisgrundstück gekauft, und die Vorplanungen für die neue Tennisanlage wurden vom Gemeinderat am 10.03.1988 beschlossen.  Da Jochen  Wittern sich beruflich nach Rostock veränderte, konnte er den Vorsitz nicht weiter ausführen. 
 
Die goldene Ära des Georg Hölk
 
Im April 1989 beginnt die neue Tenniszeit in Appen. Es werden gewählt: 1. Vorsitzender Georg Hölk, 2. Vorsitzender Hermann Förster, Sportwart Robert Wendel, Jugendwart Dorit Warnecke und Kai Fischer, Schriftführer Johanna Behlke.  Der TuS schließt mit der Gemeinde einen Erbbauvertrag für die heutige Anlage ab,  beauftragt ein Architektenbüro 4 neue Sandplätze und ein Clubhaus zu planen.  Mit dem Bau der Plätze wird unverzüglich begonnen.  Im April 1990 werden die Plätze von den Gemeindevertretern übergeben.  Hierbei reißt eine Orkanböe die neu errichteten Zäune um, die wie Streichhölzer zusammenknickten.  Da das geplante Tennishaus noch nicht realisiert war, wurde als Vereinsheim vorübergehend ein von Adolf Schultz geschenkter Bauwagen genutzt.  Hier wurden viele Mannschaftssiege und Aufstiege gefeiert.  Wie notwendig die neuen Tennisplätze waren, zeigen beindruckende Zahlen von 1991 bis 1998.  Die Abteilung hatte 320 Mitglieder, davon waren 100 Jugendliche.  Für die Medenspiele wurden 6 Erwachsenen-Mannschaften und 4 Jugendmannschaften gemeldet.  Um den Mitgliedern die nötigen Spielzeiten zu garantieren, wurde die Anlage um 2 weitere Plätze erweitert.  Ab 1993 standen die Plätze der Abteilung zur Verfügung.  Da Georg Hölk nach 22 erfolgreichen Jahren das Amt in jüngere Hände übergeben wollte, stand er im März 2011 nicht mehr zur Wahl.  Zum Nachfolger wurde Michael Adam gewählt, der das Amt allerdings wegen Wohnungswechsels nur bis zum Frühjahr 2013 ausüben konnte.  Die Ära des Georg Hölk war geprägt vom Aufbau und Ausbau der Sportstätte.  Es war eine Zeit der sportlichen Erfolge im Medenbereich, mehr am Herzen lag allerdings Georg Hölk die Förderung des Breitensports.  Es gab gut besuchte Meisterschaften in allen Tenniskategorien, Freundschafts- und Spaßturniere.  Verschwiegen werden darf aber auch nicht die Geselligkeit, die ihren jährlichen Höhepunkt mit dem Tennisabschlussfest fand.
 
Die Stunde des Baumeisters Hermann Förster
 
Die Architekten des zu bauenden Clubhauses hatten einen festen Kostenrahmen einzuhalten. Diesen hatten sie um 100.000,-- DM überschritten. Daraufhin kündigte der Hauptvorstand den bestehenden Vertrag und gewann auch den nachfolgenden Prozess.  Da Georg Hölk und sein Stellvertreter Hermann Förster unbedingt auf der Realisierung des Clubhauses bestanden, wurde mit dem Hauptvorstand eine Regelung getroffen, dass die Abteilung mit dem gegebenen Kostenrahmen die Planung und Realisierung des Hauses in Eigenregie durchführen konnten.  In enger Absprache mit Georg Hölk engagierte sich Hermann Förster mit voller Energie für den Hausbau. So schrieb Georg Hölk in den TuS-Themen:“ Als Sondierer, Organisator, Planer, Informant und Ansprechpartner, kurz als Mädchen für alles, ist das Clubhaus wie es heute steht, Hermann Försters großartiges Werk.“ Das Haus wurde als Vollhausbaukörper errichtet.  Die Vor- und Ausbauarbeiten wurden von den Mitgliedern der Tennisabteilung selbst ausgeführt. 
 
Jetzt herrscht Damen-Power
 
Nach einer relativ kurzen Zeit für die Jahre 2011 / 2012 war Michael Adam mit dem Vorstand Gerhard Scheib, Robert Wendel, Peter Lengwenus, Dorit Schröttke, Karin Belger und Susan Wunsch für die Abteilung zuständig.  Da Michael Adam sich standortmäßig veränderte, konnte er nicht mehr kandidieren. 
 
Bei der Wahl 2013 kamen die Damen an die Macht.  Erste Vorsitzende wurde Bettina Martens, Sportwart Helle Götsche, Jugendwart Susan Wunsch.  Männliche Unterstützung erhielten sie vom stellvertretenden Vorsitzenden Gerhard Scheib.
 
Wie die meisten Tennisvereine und Abteilungen leidet auch unsere Abteilung unter einem leichten Schwund der Mitglieder.  So sind z.Zt. ca. 200 Sportler in der Abteilung. Davon sind 60 jugendlich. Die vornehmste Aufgabe des Vorstandes wird es sein, den Schwund zu stoppen und verstärkt in die Gewinnung neuer Mitglieder zu investieren.  Um die Mitglieder in der Abteilung zu halten werden vom Vorstand zahlreiche Aktivitäten angeboten. So werden zwei Damen-Mannschaften, fünf Herrenmannschaften sowie eine  Mädchen/Jungen-Mannschaft  und zwei Hobby-Teams für die Wettkämpfe gemeldet.  Alle Mannschaften freuen sich auch über neue Mitglieder, die den sportlichen Anforderungen genügen. 
 
Im 40. Jahr des Bestehens plant der Vorstand Jubiläums-Meisterschaften mit hoffentlich großem Zuschauerzuspruch.  Für die Geselligkeit ist eine Partie im Vereinshaus geplant.  Das sportliche Aushängeschild ist die Herren-Mannschaft 65, die in diesem Jahr ungeschlagen mit 13 : 1 Punkten und 33: 9 Matchpunkten Meister in der Bezirksliga wurde und somit in die Verbandsliga  aufgestiegen ist.  Ein schönes Geschenk zum Jubiläum.  In dem Team wirkten mit:  Kai Fischer, Christian Heger, Peter Hochschildt, Georg Hölk, Peter Lengwenus und Wolfgang Westphal.  Zu erwähnen ist, dass drei Mitglieder des Teams sich schon seit Jahren ehrenamtlich betätigen oder betätigten. Aber auch die Jedermänner und Frauen sind willkommen.  Jeden Sonntagvormittag werden Tennisspiele auch für Nichtmitglieder bei freiem Eintritt von dem Ehepaar Gutsche/Pollusch und Andreas Ziem organisiert. Besonders am Herzen liegt dem Vorstand die Förderung der Jugendlichen. Hier plant die Jugendwartin Susan Wunsch eine Kooperation mit der hiesigen Grundschule.  Sie organisiert das Sommer- und Wintertraining mit professionellen Trainern und plant in den Sommerferien ein Jugend-Tenniscamp. 
 
Bei uns in Norddeutschland haben wir mit Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Mona Bartels, Julia Görges und Carina Witthöft fünf Damen der Weltklasse.  Dies sollte doch Ansporn für unsere Jugend sein, auch das Tennisracket zu schwingen.  Mit verstärkten Anstrengungen und möglichst niedrigen Einstiegshürden sollte dies möglich sein. 
 
Heute können wir mit den ca.  200 Mitgliedern der Abteilung den Tennissport auf einer gepflegten und den Bedürfnissen angemessenen Anlage zu vertretbaren Kosten anbieten. Unsere Zielsetzung ist die Ausrichtung der Tennisabteilung auf den Breitensport, das harmonische Miteinander der Mitglieder unter lobenswerter Einbringung von Eigenleistungen vieler Mitglieder zum Erhalt und  Fortentwicklung unserer schönen Tennisanlage.
Dem Abteilungsvorstand kann man für die nächsten 40 Jahre  eine glückliche Hand bei den zu treffenden Entscheidungen wünschen, damit eine der zweifelsfrei schönsten Tennisanlage im Kreis mit Leben im Breiten- und Leistungssport erfüllt wird.